16.02.2010
Privatschulen und Interenate - "Die Nase vorn"
Zeit online
Von Jeannette Otto, 16.02.2010
DIE ZEIT: Der private Bildungsmarkt expandiert –
fast neun Prozent aller allgemeinbildenden Schulen sind Privatschulen,
fast 700.000 Schüler kehren dem staatlichen Schulsystem den Rücken. Wie
erklären Sie diesen Trend?
Kai S. Cortina: Zum einen hat das deutsche Abschneiden
in den Pisa-Studien die Qualität des deutschen Schulwesens wieder zu
einem politischen Thema gemacht und viele Eltern in ihrem Vertrauen in
das staatliche Schulwesen verunsichert. Privatschulen werden dadurch
indirekt attraktiver. Zum anderen ist die Globalisierung in der
jetzigen Elterngeneration angekommen. Zweisprachiger oder
englischsprachiger Unterricht und international anerkannte Zertifikate
wie das International Baccalaureate werden vor allem in der sozialen
Mittelschicht als attraktive Alternative gesehen. Solche Programme
werden aber überwiegend von Privatschulen angeboten.
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ZEIT: Konkurrenz belebt das Geschäft, argumentieren
viele Privatschulbefürworter und erwarten positive Impulse auch für das
staatliche Schulwesen. Ist da was dran? ...mehr