Bildungsstudien

OECD-Studie: Bildung auf einen Blick

Die OECD stellt in ihrer Studie „Bildung auf einen Blick 2006“ internationale Vergleichskennzahlen zu Bildungsbeteiligung und zu Investitionen in die Bildung sowie Indikatoren zu Bildung und Beschäftigung dar. Aktuell gilt dabei der demografische Wandel als eine der größten Herausforderungen, vor denen die meisten Bildungssysteme stehen. Nach der Studie fällt Deutschland im internationalen Vergleich weiter zurück, vor allem bei den Hochschulabsolventen verliert Deutschland den Anschluss.

Bildung auf einen Blick 2006. OECD Briefing Notes für Deutschland

DESI erfasst die Kompetenzen von Schülerinnern und Schülern der 9. Klassen unterschiedlicher Schulformen in Deutschland in den Bereichen Deutsch und Englisch. Die Ziele der DESI-Studie sind die Erklärung der sprachlichen Leistungen der Schülerinnen und Schüler durch individuelle, unterrichtliche, schulische und familiäre Faktoren. Die DESI-Studie wird im Auftrag der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland durchgeführt.

Deutsches PISA-Konsortium
PISA-E
PISA 2003: Ergebnisse des zweiten Ländervergleichs
Zusammenfassung


Berlin, 11.07.2005
Keine gleichen Chancen auf Bildung
Studie: Unterschiedliches Niveau in Bundesländern
Berlin - Die deutschen Bundesländer entfernen sich besonders im Bildungsbereich immer weiter vom Verfassungsgrundsatz der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Deutschland. Es gebe nicht nur ein Ost-West- Gefälle, sondern „zunehmend auch eine Nord-Süd-Dimension“ – das ist das Fazit einer jetzt veröffentlichten Studie der Bildungsforscher Klaus Klemm und Rainer Block (Essen) im Auftrag der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW),

Schule aus der Sicht von Eltern
Das Eltern-Forum als neues Instrument der Schulforschung und
mögliche Form der Elternmitwirkung

„Eltern und Schule“ – das ist ein Handlungsfeld der Bildungspolitik,
das durch die aktuellen Reformansätze eine erhöhte Bedeutung
gewinnt.
In diesem Rahmen wird auch eine verstärkte Beteiligung der
Eltern diskutiert.

Eine Studie der Infratest Bildungsforschung
Infratest Sozialforschung GmbH Projektleitung:
Landsberger Str. 338
80687 München

http://www.tns-infratest-sofo.com

Zur Studie (PDF-Datei, 29 Seiten) >>

 

PISA 2003: Ergebnisse des zweiten internationalen Vergleichs. Zusammenfassung (PDF-Datei)

Im zweiten PISA-Zyklus ist die Hauptdomäne die Mathematik-Kompetenz. Neu in diesem Zyklus ist, dass neben den beiden untergeordneten Domänen Lesen und Naturwissenschaft, die auch schon im ersten Zyklus getestet wurden, die Problemlöse-Kompetenz als untergeordneter Testbereich hinzukommt.

 

OECD: Lernen für die Welt von morgen.
(PDF-Datei, 6,68 MB, 506 Seiten)
Erste Ergebnisse der Pisa-Studie 2003 (Dezember 2004)

Empfehlung: PISA 2003 Austria

OECD Bildungsstudie 2004 - Education at a Glance 2004
(Kurzfassung in deutscher Sprache, PDF-Datei)

Ein Verständnis der Funktionsweise von Bildungssystemen ist wesentlich für die Entwicklung - und Begleitung - von Bildungsreformen. Um hier einen Beitrag zu leisten, entwickelt die OECD fortlaufend Indikatoren, die als Informationsgrundlage bei der Festlegung von bildungspolitischen Maßnahmen dienen, und eine Beurteilung der Bildungssysteme fördern können. Mit der Ausgabe des Jahres 2004 von „Bildung auf einen Blick“ legt die OECD erneut ein aktuelles und die wesentlichen Bereiche des Bildungssystems umfassendes Werk vor. Die Indikatoren weisen auf zahlreiche Stärken und Schwächen der Bildungssysteme hin.

Die gedruckte Ausgabe ist für 49 € erhältlich bei:
UNO-Verlag
Am Hofgarten 10
53113 Bonn
Tel. 0228-94902-0
E-Mail: info@uno-verlag.de

 

FiBS-Studie: Bildungsfinanzierung von der Kita bis zur Weiterbildung

Umverteilung und Selektion in allen Bildungsbereichen zu Gunsten bildungsnaher und einkommensstarker Schichten


Monatliche bildungsbedingte Ausgaben je Schüler/Studierenden in EURO
Eine aktuelle Studie (April 2004) des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS) zur "Finanzierung lebenslangen Lernens" ergibt, dass es aufgrund der weitgehend öffentlichen Finanzierung von der Kita bis zur Hochschule zu massiver Umverteilung und Selektion im deutschen Bildungssystem kommt. In der Weiterbildung setzt sich diese Tendenz fort, da Akademiker diese häufig vom Arbeitgeber finanziert bekommen, während es kaum noch öffentliche Förderung gibt. Dadurch werden Chancengleichheit und -gerechtigkeit ebenso behindert wie lebenslanges Lernen. Die Studie untersucht die privaten und öffentlichen Ausgaben je Schüler bzw. Studierenden und die Nutzungsstruktur des Bildungssystems sowie die daraus resultierenden Verteilungswirkungen.

Der Beitrag kann auf der Homepage des Forschungsinstituts (FiBS-Forum Nr. 22 unter www.fibs-koeln.de) heruntergeladen werden und wird demnächst in dem Buch "Wissensgesellschaft, Verteilungskonflikte und strategische Akteure" publiziert; genaue Zahlenwerte zeigt die Grafik.

 

Bildungsbericht für Deutschland: Erste Befunde

Der Bildungsbericht stellt erste Befunde einer Situationsanalyse des Bildungssystems in Deutschland zum Stand Mitte 2003 dar. Im Zentrum stehen Daten und Analysen zum allgemein bildenden Schulbereich, die sowohl gesamtstaatlich als auch spezifisch länderbezogen aufbereitet sind. Internationale Entwicklungen werden einbezogen, soweit dies der Einordnung der Befunde dient; regionale Disparitäten wurden dagegen nur exemplarisch berücksichtigt. Grundlage dieser Darstellungen sind das gegenwärtig verfügbare statistische Material und die Ergebnisse der empirischen Bildungsforschung, die problemorientiert ausgewertet werden.
Zweck des Bildungsberichts ist die möglichst umfassende und zugleich anschauliche Darstellung der gegenwärtigen Entwicklung des Bildungswesens in Deutschland. Damit leistet der Bericht einen Beitrag zur Information von Bildungspolitik, Bildungsverwaltung und Bildungspraxis wie auch der Öffentlichkeit über den aktuellen Stand des in den ausgewählten Problemfeldern verfügbaren wissenschaftlich gesicherten Wissens zum Bildungs-, insbesondere zum Schulsystem der Bundesrepublik Deutschland.


 OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2003"

In der Studie "Bildung auf einen Blick 2003" der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sind die Ergebnisse für Deutschland wenig schmeichelhaft: Nur 19 Prozent eines Jahrgangs hierzulande sind Absolventen einer Fachhochschule oder Universität - der OECD-Durchschnitt liegt bei 31 Prozent. Und auch bei den Ausgaben für Bildung - vor allem in den Kindergärten und Grundschulen - steht Deutschland auf der Standspur im internationalen Vergleich.


Internationale
Grundschul
Lese
Untersuchung

Mit PIRLS / IGLU wurde international vergleichend das Leseverständnis von Schülerinnen und Schülern der vierten Jahrgangsstufe getestet. In Deutschland nahmen alle Länder an dieser Studie teil. IGLU/E ist eine nationale Erweiterung von PIRLS / IGLU. Mit IGLU/E wurden in Deutschland in zwölf Ländern die Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich erfasst.




Programme for International Student Assessment

Die Abkürzung PISA steht für "Programm for International Student Assessment", eine internationale Schulleistungsstudie.

PISA erfasst drei Bereiche: Lesekompetenz , mathematische Grundbildung und naturwissenschaftliche Grundbildung.

Dabei geht es neben dem, was die Jugendlichen gelernt haben, vor allem darum, inwieweit sie allgemeinere Konzepte und Fähigkeiten besitzen, die sie brauchen, um ihr Wissen auch anzuwenden.

Die Untersuchung wurde mit 15-jährigen Schülerinnen und Schülern in ihren Schulen durchgeführt. 32 Staaten waren beteiligt, davon 28 Mitgliedsstaaten der OECD. In jedem Land wurden zwischen 4.500 und 10.000 Schülerinnen und Schüler getestet. Der Leistungsvergleich im Jahr 2000 umfasste 265 000 Jugendliche.



Die ergänzende Studie "Grundbildungskompetenzen für die Welt von morgen" ("Literacy Skills for the World of Tomorrow - Further Results from PISA 2000"), vergleicht und analysiert für 43 Länder die Kompetenzen 15-jähriger Schüler in den Bereichen Lesen, Mathematik und Wissenschaften. Danach liegt Deutschland auf Platz 22. Besonders schwerwiegend: Deutschen Schulen wird erneut ein miserables Zeugnis in Sachen sozialer Förderung ausgestellt.



Die "Dritte Internationale Mathematik- und Naturwissenschaftsstudie" (Third International Mathematics and Science Study - TIMSS) ist eine international vergleichende Schulleistungsuntersuchung, die von der International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA)  durchgeführt wurde. Die IEA ist eine Forschungs-organisation, der überwiegend Regierungseinrichtungen der Mitgliedsstaaten angehören. Die deutsche Forschungsgruppe setzt sich aus drei Partnern zusammen: dem Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (MPIB), dem Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften an der Universität Kiel  (IPN)  und der Humboldt-Universität zu Berlin  (HUB).

LAU 9 - Ergebnisse liegen vor

Aspekte der Lernausgangslage und der Lernentwicklung von Schülerinnen und Schülern an Hamburger Schulen
1996 wurde an Hamburger Schulen eine empirische Untersuchung mit dem Ziel eingeleitet, Erkenntnisse über die Lernentwicklung in der Sekundarstufe I zu gewinnen (siehe Lau 5 und 7). Jetzt - unmittelbar nach der Veröffentlichung der PISA-Studie - liegt die Auswertung des dritten Durchgangs (LAU Jahrgang 9) vor. Die Ergebnisse sind "durchwachsen"; aber die Schülerinnen und Schüler in den integrierten Systemen haben dabei in den Tests sehr gut abgeschnitten.
Lernen in heterogenen Gruppen ist effizienter

Um das entscheidende Ergebnis vorweg zu stellen: Die Strukturdebatte lässt sich nach diesem empirischen Durchlauf nicht mehr vermeiden. Zu deutlich wurden die Probleme der Auslese - Klassenwiederholung und Abschulung - in der Langzeituntersuchung. Die Wissenschaftler formulieren es so:

Als Fazit ergibt sich, dass Lernmilieus - seien dies Schulformen oder Kursniveaus -, die durch die Anwesenheit leistungsstarker Schülerinnen und Schüler geprägt sind, in der Regel für alle dort Lernenden leistungsmäßig Vorteile bieten. Gleichzeitig ist gerade in positiv ausgelesenen Lerngruppen zu beobachten, dass besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler offenbar nicht ihrem Potenzial entsprechende Lernfortschritte erzielen.
 

Bildung auf einen Blick

OECD-Studie

Zehn Monate nach PISA legte die OECD eine neue Studie vor: "Bildung" auf einen Blick" zeigt den Zusammenhang von Qualifikation und Perspektive auf eindrückliche Weise. Das Fazit: Deutschland wird bald unter einem erheblichen Fachkräftemangel leiden.

Während in Deutschland in aller Ruhe und föderal immer noch diskutiert wird, ob die angestrebten nationalen Bildungsstandards allein von den Ländern oder gemeinsam mit dem Bund entwickelt werden sollen, setzt die neue Bestandsaufnahme der OECD an der Basis an: "Bildung auf einen Blick" heißt die Studie, die zehn Monate nach PISA Deutschland erneut Defizite von der Grundschule bis zur Universität bescheinigt. Dabei wird vor allem der Zusammenhang von Bildung und Qualifikation für die Entwicklungschancen des Einzelnen, aber auch des Landes deutlich.

Grundschulen schlecht ausgestattet - Lernklima bemängelt

Der Studie zufolge werden hierzulande weniger Mittel für Grundschulen und weiterführende Schulen bereit gestellt, gleichzeitig aber überdurchschnittliche Lehrergehälter gezahlt. Daraus resultiert auch eine größere Klassenstärke, in Deutschland liegt sie bei 24 Schülern, im OECD-Durchschnitt bei 20 Kindern. Als weiterer Mangel wird die vergleichsweise geringe Unterrichtszeit herausgearbeitet, außerdem fiel auf, dass nur 41 Prozent der deutschen Schüler angaben, ihre Lehrer interessierten sich für ihre Lernforschritte bzw. das Lernklima.
 
 
Duales System positiv bewertet

Dagegen weist die Bundesrepublik wiederum die zweithöchsten Ausgaben für den so genannten Senkundarbereich II aus, was daran liegt, dass Betriebe in das System der dualen Ausbildung investierten. Hier konstatiert die Studie eine Stärke des deutschen Bildungssystem, der Übergang von der Schule ins Berufsleben funktioniere vergleichsweise reibungslos. Daraus resultiert eine im internationalen Vergleich geringe Arbeitslosenquote bei 15- bis 19-jährigen.
 

Selektion: Abiturienten- und Akademikermangel

Finnland und Schweden wiesen sehr gute bis gute PISA-Ergebnisse aus, in diesen Ländern wird es der OECD zufolge auch geschafft, Kinder aus einkommensschwachen und bildungsfernen Schichten zu einem qualifizierten Schulabschluss zu führen. Was man vom deutschen Bildungssystem nicht sagen kann. Erneut lenkt die jüngste OECD-Studie die Aufmerksamkeit auf den wohl gravierendsten Mangel des deutschen Bildungssystems: Auf den hohen Grad der Selektion, der sich in vergleichsweise geringen Abiturienten- und Studienanfänger-Quoten äußert und demnächst wohl in einen gravierenden Fachkräftemangel mündet.

In Deutschland machen nur 37 Prozent der Schüler eines Jahrgangs Abitur oder erwerben eine andere Studienberechtigung, im OECD-Durchschnitt sind dies 64 Prozent. Hierzulande begannen im Jahr 2000 nur 30 Prozent eines Jahrgangs ein Studium, in Finnland waren es 70 Prozent, in Schweden, aber auch in Polen und Ungarn noch mehr als 60 Prozent. In der Bundesrepublik erwerben nur 19 Prozent eines Jahrgangs den Hochschulabschluss, im OECD-Durchschnitt sind es 26 Prozent.
 
 
Fachkräftemangel vorprogrammiert

OECD-Bildungsexperte Schleicher konstatierte, selbst wenn man berücksichtige, dass in Deutschland anders als in anderen OECD-Staaten ein Teil der hoch qualifizierten Techniker und Meister über eine betriebliche Lehre ausgebildet werde, drohe der Bundesrepublik wegen der vergleichsweise geringen Zahl von Abiturienten und Studienanfängern absehbar ein Fachkräftemangel. Bundesbildungsministerin Bulmahn kündigte weitere Anstrengungen an und verwies darauf, dass die Zahlen nach der Bafög-Reform bereits von 28 auf 32 Prozent im Jahr 2001 gestiegen sei. Sie warnte in diesem Zusammenhang vor einer neuen Debatte über die Einführung von Studiengebühren.
 
 
Bildung lohnt sich

Dass der Zugang zu Bildung über den späteren Erfolg entscheidet, auch das belegen die OECD-Zahlen eindrücklich: In allen wichtigen Industriestaaten können Hochschulabsolventen mit einem deutlich höheren Einkommen rechnen. Männliche Akademiker zwischen 30 und 44 Jahren verdienen demzufolge im Schnitt 60 Prozent mehr als Beschäftigte ohne Studium. In Deutschland waren 2001 nur 3,4 Prozent der männlichen Hochschulabsolventen arbeitslos, dagegen aber 15,6 Prozent der Ungelernten.

Paradoxerweise kann das deutsche Bildungssystem einen Erfolg beim Werben um ausländische Gaststudenten verbuchen. Deutschland rückte nach den USA und Großbritannien auf den dritten Platz auf. Vor allem Studenten aus der Türkei, Polen, Griechenland, Italien, Österreich, China und der Russischen Föderation absolvieren ihren Auslandsaufenthalt in Deutschland.

 

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  Zur Studie  (PDF-Datei)